Liebe Eltern

früher oder später stellt sich in jeder Familie die Frage, welche Sportart die Richtige für den Nachwuchs ist und es tauchen noch weitere Fragen auf. Wohin? Zu wem? Nicht jedes Kind weiß sofort, was es machen möchte. Vor allem nicht, wenn es viele Sportarten in einer Region gibt.

In diesem Fall möchten wir euch den olympischen Sport „Taekwondo“ näher bringen. Im Vordergrund steht bei uns die Gesundheit eurer Kinder.

In seriösen Sportvereinen findet immer eine strenge Überprüfung der Sanitäranlagen, Lichtverhältnisse, Temperatur in der Sporthalle, Luftzufuhr, Umkleidekabinen und Duschen statt. Wenn man auf diese Aspekte und andere achtet, trägt man schon viel zur Gesundheit bei.

Falls ihr euch bereits für eine Sportart, bzw. Sportschule entschieden habt, solltet ihr euch weiter über den Verein, bzw. die Sportart informieren. Dazu könnt ihr mithilfe des Internets und ehemaligen, bzw. aktiven Sportlern des Vereins Informationen sammeln und austauschen.

Achten sie auf folgende Punkte:
  • Ist der Verein Teil vom regionalen Taekwondo, der Föderation oder international? Ist er Teil vom olympischen Sportbund oder handelt es sich um einen privaten Verein?
  • Ist der Verein im Falle von Verletzungen, Unfällen oder Diebstahl versichert?
  • Hat der Verein eine aktuelle Lizenz?
Informieren Sie sich über die Trainer
Bevor ihr Kind zum Training kommt, sollten Sie die Trainer/innen kennenlernen. Haben Sie keine Scheu davor, Fragen zu stellen. Schließlich vertrauen Sie ihr Kind diesen Menschen an.

Sie können auch vorher ohne Kind vorbeikommen, um in aller Ruhe die Trainer/innen kennenzulernen.

  • Welche Stellung haben die Trainer/innen im Verein? Wie oft haben sie zuvor Kinder trainiert? Hat der/die Trainer/in einen internationalen (Kukkiwon) DAN oder ist dieser nur in Deutschland gültig?
  • Was für Lizenzen besitzen die Trainer/innen?
  • Hat er/sie eine Ersthelferausbildung?
  • Welche Erfahrungen hat er/sie? War er/sie selbst als Wettkämpfer/in an einem Turnier beteiligt? Welche Siege hat er/sie?
  • Gibt es Schülerinnen oder Schüler, die weit gekommen sind und erfolgreich auf Turnieren waren? Hat Ihr Kind gute Perspektiven dort? Denken Sie daran: "Der Erfolg in einem Turnier ist nicht das Wichtigste!"
  • Achten Sie zusätzlich auf das Erscheinungsbild der Trainer/innen. (Sauberer Anzug, ordentliches Auftreten...)
Woran erkennt man eine/n gute/n Trainer/in?
Der/die Kindertrainer/in ist zum einen eine Lehrkraft und zum anderen ein Methodologe. Achten Sie daher auf die Art und Weise, wie der/die Trainer/in mit den Schülerinnen und Schülern kommuniziert. Ein laute/r Trainer/in ist kein Problem. Darüber hinaus ist eine laute Stimme für intensive Gruppenaktivitäten sogar ein Segen. Eine andere Sache ist, was und wie etwas vermittelt wird. Wenn die Lehrkraft versucht, die Schülerinnen und Schüler zu demütigen, werden sie sich von der Schuler distanzieren.
So sieht das Bild eines/einer guten Kindertrainers/-trainerin aus:
- klug, höflich und pünktlich
- liebt seinen/ihren Job und genießt die gegenseitige Liebe der Kinder.

Das Trainingsprogramm ist intensiv, aber nicht anstrengend. Die Übungen sind abwechslungsreich.Er/sie ist ein echter Meister/in im Sport und hat immer die Kontrolle über die Situation, ohne zu vergessen, seine Schülerinnen und Schüler zu loben oder entsprechend auf die Situation zu reagieren. Er/sie weiß, wie man mit Kindern kommuniziert, damit sie auf ihn/sie hören, aber er/sie wird sich niemals erlauben unhöflich gegenüber seinen/ihren Schützlingen zu sein. Er/sie weiß, wie man die richtige Stimmung schafft - sowohl während des Trainings als auch bei Wettkämpfen. Er/sie befasst sich mit den heiklen Fragen, der Individualität von Kindern und hilft bei der Lösung von Problemen. Und doch wird der/die Trainer/in jederzeit einen offensichtlichen Verstoß gegen die Ausrüstungsregeln oder Sicherheitsmaßnahmen wahrnehmen und gegebenenfalls korrigieren.

Motivation
Es kommt sicherlich mal vor, dass die Eltern des Kindes sich fragen: „Mein Kind hat viel Energie, ich bringe es zum Sport und erhoffe/n mir/uns, dass es nach einer intensiven Sporteinheit ausgelastet ist. Dann wird es dort seine gesamte Energie los und abends müde sein.“ Wie soll man so eine Frage beantworten?

Der Zweck von Bildungs- und Trainingseinheiten ist die tiefste und akribischste Arbeit über die Bildung von körperlicher und geistiger Gesundheit. Es formt den Charakter des Kindes, das Verhalten und die Kommunikation in einem Team oder einer Gruppe, die Liebe und die Leidenschaft für diesen Sport und den Sportunterricht. Niemand hat sich zum Ziel gesetzt, das Kind beim Training zu ermüden. Dies ist nicht notwendig. Wenn Sie in die Halle  kommen und sich für eine Sportart entscheiden, müssen Sie zunächst verstehen, dass jede/r, sowohl der/die Trainer/in, als auch die Eltern und natürlich das Kind, an sich arbeiten muss. Während der Coaching-Praxis wurde die Formel des sogenannten Trainer-Eltern-Kind-Dreiecks entwickelt. Wenn eine der Parteien das Training oder die Trainingseinheit nicht versteht, was, weshalb, warum und das komplette Gesamtbild an sich, bekommt das Trainer-Eltern-Kind-Dreieck Schwachstellen, die sich negativ auf das Training auswirken.

Wir empfehlen den Eltern, ihr Kind zu fragen, wie der Unterricht im Verein verläuft, was es tut und was nicht. Lobt und unterstützt euer Kind. Es sollte positiv sein. Sie sollten niemals zulassen, dass ein Kind auch nur für eine Sekunde in einem Gespräch mit Ihnen Zweifel an den eigenen Leistungen und Fähigkeiten hat. Nach einigen Trainingseinheiten fragen die Eltern oft: „Nun, wie läuft der Unterricht? Funktioniert das Ganze?“

Zuallererst müssen Sie verstehen, dass der Unterricht in Anfängerklassen hauptsächlich spielerisch aufgebaut ist. Hierbei werden Techniken, Grundlagen, Regeln in einfachen und interessanten Aufgaben vermittelt, bei denen der/die Trainer/in die technische Basis reibungslos legt und körperliche und willkürliche Qualitäten entwickelt. Natürlich werden in der Gruppe alle Kinder ein unterschiedliches Potenzial haben, weshalb sich die Lerngeschwindigkeit unterscheiden wird. Früher oder später beginnt jedes Kind sich zu manifestieren und sich selbst zu verwirklichen. Hauptsache ist, dass Ihr Kind in jedem Fall unter Anleitung eines/einer kompetenten Trainers/Trainerin die Gesundheit und den Charakter stärkt, Erfahrungen in der Kommunikation in einer Gruppe sammelt, lernt, Schwierigkeiten zu überwinden, sich Aufgaben zu stellen, diese auszuführen und schließlich Selbstverteidigungsfähigkeiten erwerben.

Von Zeit zu Zeit verliert das Kind das Interesse am Training. Es kann viele Gründe geben. Dies ist ein normaler Zustand. Absolut jede/r, die/der Sport treibt, hat dies durchgemacht und macht es in verschiedenen Phasen der Vorbereitung, in den verschiedenen Altersstufen, manche nach einigen Monaten und manche nach mehreren Jahren durch. Hierbei müssen die Eltern darauf achten, dies rechtzeitig zu bemerken und dem entgegenzusteuern. Der/die Trainer/in unterstützt bei solchen Problemen.

Finden Sie den Grund heraus und erklären Sie anhand positiver Argumente und Beispiele, dass der Unterricht fortgesetzt werden sollte. Viele Kinder wollen nach einiger Zeit, nachdem das Training beendet wurde, zurückkehren, aber schämen sich aufgrund von Schwäche, weil die ehemaligen Trainingspartner/innen beim Training weiter gekommen sind oder trauen sich einfach nicht, dies den Eltern mitzuteilen . In dieser Zeit ist es wichtig, dass die Eltern ihrem Kind helfen, mit Zweifeln des Kindes umzugehen und die richtige Entscheidung vorschlagen.

Trainer – Eltern - Kind; das ist das Dreieck zum sportlichen Erfolg!

Ihr Trainer-Team vom Taekwondo Desant e.V.

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